miércoles, 28 de mayo de 2008

Bei der akuten Bronchitis handelt es sich um eine akute Entzündung der Bronchien, die meist im Rahmen einer Virusinfektion auftritt und unkompliziert verläuft.
Hauptsymptom ist der mitunter quälende Husten. Die Therapie der der akuten Bronchitis besteht in der Einnahme schleimlösender Mittel, zur Bekämpfung des Hustenreizes stehen medikamentöse Hustenstiller zur Verfügung. In manchen Fällen ist auch die Einnahme von Antibiotika notwendig. Komplikationen können vor allem durch den Übergang in eine Lungenentzündung oder
chronische Bronchitis entstehen.
Definition:

Unter der akuten Bronchitis versteht man eine Entzündung der Schleimhäute in den unteren Atemwegen. Betroffen sind meistens die größeren Atemwege (Bronchien). Die Entzündung kann sich jedoch von der Luftröhre (Tracheobronchitis) bis hin zu den kleinen Atemwegen (Bronchiolen) ausbreiten. Die akute Bronchitis wird vorwiegend durch Viren ausgelöst, aber auch Bakterien oder Umwelteinflüsse (Luftverschmutzung, Zigarettenrauch) können einen Einfluss auf die Enstehung haben.
Häufigkeit
Akute Infektionen der oberen
Atemwege, zu denen auch die akute Bronchitis gehört, sind die häufigsten Erkrankungen überhaupt. Eine Häufung von Bronchitiden und anderen Erkältungskrankheiten gibt es vor allem im Frühjahr und im Herbst.
Was sind die Ursachen?

Häufigste Ursache einer akuten Bronchitis ist der Befall mit Viren (ca. 90%). Bei Erwachsenen wird die Erkrankung meist durch Influenza- (Grippe), Parainfluenza-, Rhino- und Adenoviren ausgelöst. Kinder werden am häufigsten von so genannten RS- (Respiratory Syncitial Virus), Adeno-, Coxsackie- und Echoviren befallen. Auch im Rahmen einer Erkrankung an Masern kann eine akute Bronchitis auftreten.
Eine Infektion der Bronchien durch Bakterien ist eher selten. Meist handelt es sich dabei um eine Sekundärinfektion, bei der sich die Bakterien auf die durch Viren vorgeschädigte Bronchialschleimhaut aufsetzen. Häufigste Erreger der bakteriellen Bronchitis sind Streptokokken, Haemophilus influenzae, Mykoplasma pneumoniae und Moxarella catarrhalis bei Erwachsenen, sowie Chlamydien bei Kleinkindern und Säuglingen. Eine akute Bronchitis kann darüber hinaus als Begleiterkrankung bei
Keuchhusten auftreten.
Bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem kommt es in seltenen Fällen auch zu akuten Infektionen der Bronchien mit Pilzen.
Welche Symptome können auftreten?

Eine akute Bronchitis geht in der Regel mit typischen Erkältungssymptomen einher:
-Fieber
-Husten, der vor allem in den Morgenstunden auftritt
-manchmal ein Brennen hinter dem Brustbein
-Gliederschmerzen
-Brennen in den Augen
-Schnupfen
-Heiserkeit
Der anfangs trockene Reizhusten löst sich nach einigen Tagen, und der Betroffene produziert beim Abhusten weißlichen Schleim. Wird die durch die Viren geschädigte Bronchialschleimhaut zusätzlich mit Bakterien besiedelt, kommt es zu gelblich-grünem Auswurf und zu einer Verschlechterung des Allgemeinbefindens. Spätestens jetzt sollte der Hausarzt aufgesucht werden. Er kann in diesem Stadium beim Abhören von
Lunge und Bronchien so genannte "Rasselgeräusche" feststellen. Sie entstehen durch lockeren, abhustbaren Schleim in den Bronchien. Wenn sich der Schleim festgesetzt hat, entsteht oft ein Pfeifen über der Lunge.
In langwierigen Fällen können vereinzelt blutige Beimischungen zum abgehusteten Schleim auftreten. Diese werden durch kleine Verletzungen der Schleimhäute aufgrund ständigen Hustens ausgelöst und sind meist harmlos. Dennoch sollte in jedem Fall mit einem Arzt darüber gesprochen werden, der dann entscheidet, ob weitere diagnostische Maßnahmen wie Röntgen der Lunge notwendig sind.
Diagnose:

Klinische Untersuchung
Die Diagnose der akuten Bronchitis wird in der Regel anhand der Krankengeschichte (Anamnese) und des Befunds beim Abhören von Lunge und Bronchien gestellt. Meist erfolgt zusätzlich eine Untersuchung der Ohren, des Mund-, Nasen- und Rachenraums sowie der Lymphknoten im Halsbereich.

Laboruntersuchung
Bei Fieber und eitrigem Auswurf wird eine Blutuntersuchung durchgeführt, um zu entscheiden, ob eine antibiotische Therapie notwendig ist oder nicht. Eine leichte Erhöhung der Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) und eine Verminderung der Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukopenie) sprechen für einen Virusinfekt. Eine deutliche Erhöhung der BSG mit einer Vermehrung der weißen Blutkörperchen (Leukozytose) zeigen dagegen das Vorliegen einer bakteriellen Infektion an.
Bei schwereren Krankheitsverläufen werden eine bakteriologische Untersuchung des abgehusteten Schleims sowie ein Abstrich von Rachen- und Nasenschleimhaut durchgeführt. Auf diese Weise lässt sich die Art der Krankheitserreger feststellen, sodass anschließend eine gezielte antibiotische Therapie durchgeführt werden kann.

Röntgen der Lunge
Klingen die Krankheitssymptome nicht ab oder verschlechtern sich sogar, besteht der Verdacht, dass die akute Bronchitis in eine Lungenentzündung übergegangen ist. In diesem Fall muss eine Röntgenuntersuchung der Lunge erfolgen. Auch wenn ein Patient blutigen Schleim abhustet, kann eine Röntgenaufnahme gerechtfertigt sein, um das Vorliegen bösartiger
Lungen- oder Bronchialtumoren auszuschließen.
Welche Therapie gibt es?

Im schwachen Stadium einer Bronchitis kann meist auf Medikamente verzichtet werden. Bei hohem Fieber, eitrigem Auswurf und Zunahme der Beschwerden sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden. Um die Beschwerden zu lindern, können – auch parallel zu einer medikamentösen Therapie – folgende Maßnahmen ergriffen werden:
-Schonen, auf keinen Fall überanstrengen. Leichte körperliche Betätigung fördert das Abhusten.
-Ausreichend trinken, z.B. Wasser oder heißen Tee
-Inhalationen mit Kamille oder Salz. Ätherische Öle sind nicht wesentlich wirksamer und können starken Hustenreiz und Allergien auslösen.
-Warme und feuchte Brustwickel für ca. 20 Minuten, danach intensiv abtrocknen, anschließend Bettruhe.
-Ein heißes Bad mit anschließendem Schwitzen unter gut wärmenden Decken, dazu warme Getränke wie Zitronen- oder Fliederbeerensaft.
-Ältere, vor allem bettlägerige Menschen sollten regelmäßig am Rücken abgeklopft werden.
Verlauf

Bei ansonsten gesunden und abwehrstarken Patienten heilt eine akute Bronchitis in der Regel folgenlos aus. Auch die bakterielle Sekundärinfektion lässt sich in den meisten Fällen durch entsprechende Medikamente problemlos eindämmen.
Komplikationen
Komplikationen einer akuten Bronchitis können vor allem bei älteren und abwehrgeschwächten Patienten auftreten. So besteht die Gefahr, dass die akute Bronchitis in eine
Lungenentzündung oder chronische Bronchitis übergeht. Bei Kleinkindern kann sich eine Bronchiolitis entwickeln, bei der die kleinsten Anteile der Atemwege (Alveolen) entzündet sind, was mitunter narbige Veränderungen in der Lunge hinterlässt. Dies kann später zu chronischen Lungenerkrankungen wie chronischer Bronchitis oder chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) führen.
Eine einfache, akute Bronchitis sollte nicht länger als acht bis zehn Tage andauern. Bei längerem Krankheitsverlauf wird empfohlen, den Hausarzt aufzusuchen. Er wird weitere diagnostische Maßnahmen veranlassen, um ernstere Erkrankungen auszuschließen.